Was ist Xd?
Xd ist eine plattformunabhängige Erweiterung des Desktops für die Erstellung zusammengesetzter Applikationen (composite applications) durch den Anwender.
Xd ist in Java geschrieben und basiert auf XML. Es erlaubt dem Benutzer, mittels Webservices eigene Applikationen aus verteilten Services (z.B. SOA) zusammenzubauen, indem Pipelines und Workflows auf dem eigenen Desktop erstellt werden. Die Gestaltung von Dialogen erfolgt mittels Xforms und CSS. Zur Zeit wird geprüft, inwiefern durch eine geeignete Metasprache eine Einbindung ins semantische Web sowie ein Verfahren für Service Discovery verwirklicht werden kann. Das Mehrwertpotential von Java FX, um aussagekräftigere Oberflächen zu erzeugen, wird ebenfalls untersucht. Eine weitere Überlegung betrifft die Verwendung eines OSGi-Frameworks (z.B. Apache Felix) als Basis von Xd.
Xd stützt sich für die plattformunabhängigen Komponenten auf das Projekt Ubiquity.
Xd soll die Subsidiarität des Endbenutzers fördern: statt darauf zu warten, dass jemand für ihn eine entsprechende Applikation schreibt, kann der Benutzer dies aus bestehenden Services selber machen. In diesem Sinne ähnelt Xd dem Spreadsheet, das ebenfalls die informelle Auswertung von Daten ermöglicht, ohne formell eine ganze Datenbank in Auftrag geben zu müssen.